Ich schalte ab!

Ökostrom beziehen ist gut – erst gar keinen Strom verbrauchen ist noch besser. Diese Rubrik informiert über clevere Stromsparmöglichkeiten.

Ich verwende Energiesparlampen

Lassen Sie sich ein Licht aufgehen – aber sparsam: Tauschen Sie alte Glühbirnen gegen neue Energiesparlampen aus und reduzieren Sie Ihren Stromverbrauch bis zu 80%. Seit 1. September 2009 dürfen laut einer EU-Verordnung matte Birnen sowie klare Birnen mit 100 Watt Leistung nicht mehr verkauft werden, in einem Jahr folgen die 75-Watt-Birnen und noch einmal ein Jahr später Glühbirnen mit 25 Watt.

Fangen Sie jetzt schon an sämtliche Birnen zu ersetzen. Werden in allen deutschen Haushalten Energiesparlampen verwendet, könnte man nach Berechnungen der Deutschen Umwelthilfe ein bis zwei Kraftwerke abschalten. Abschließender Hinweis: Entsorgen Sie verbrauchte Energiesparlampen nicht im Restmüll. Bringen Sie sie zur Schadstoffsammelstelle. Auch der Elektrohandel und Baumärkte nehmen defekte Lampen kostenlos zurück.

Ich lasse meine Klimaanlage/mein ­Klimagerät fast immer aus

Vorsicht vor der Hitzemauer: Sommer, 35 Grad im Schatten. Bei ihnen in der Wohnung hat es aber nur 20 Grad, weil Ihre Klimaanlage bzw. Ihr mobiles Klimagerät auf vollen Touren läuft. Sie gehen raus – ein Drama. Denn draußen wartet die böse Hitzemauer auf Sie. 15 Grad Unterschied – das ist aber gar nicht gut für Ihren Kreislauf, denken Sie sich. Zudem kann die ständige Umluft Niesreiz auslösen, Erkältungen verursachen und die Schleimhaut austrocknen, es brennt und juckt in der Nase.

Wer noch kein Klimagerät hat, sollte am besten darauf verzichten – aus Gesundheits- und Kostengründen. Vor allem vermeintlich günstige Kompaktgeräte sind ineffizient und entpuppen sich schnell als teurer Energiefresser. Der Abluftschlauch, der aus dem Fenster hängen muss, sorgt übrigens dafür, dass die Hitze direkt wieder reinkommt.

Ich trockne meine Wäsche natürlich ohne Wäschetrockner

Gut geschleudert ist halb getrocknet: Je besser die Wäsche geschleudert wird, desto weniger nass kommt sie aus der Waschmaschine. Und vollends trocknen, das kann Ihre Wäsche dann auch ganz ohne Strom – wetten?

Ein Wäschetrockner verbraucht drei- bis viermal soviel Strom wie das Waschen der gleichen Menge Wäsche. Die besten Trockner sind hingegen Sonne und Wind – die kosten nämlich gar nichts und haben nach allen Erkenntnissen der Wissenschaft auch kein lästiges Flusensieb, das man ständig sauber machen muss.

Ich taue vereiste Kühlgeräte regelmäßig ab

Sorgen Sie für ein Ende der Eiszeit: Vereiste Kühl- und Gefrierschränke sind Stromverschwender. Beseitigen Sie deshalb auch schon kleinere Vereisungen im Kühlfach. Je dicker die Eisschicht, desto mehr wird das Gerät zum echten Stromfresser. Eine Vereisung von fünf Millimetern erhöht den Stromverbrauch Ihres Kühlschranks um zirka 30%.

Die Kühlschranktür nicht länger als absolut nötig offen stehen lassen – so verhindern Sie den Ausbruch einer neuen Eiszeit. Und wenn Sie sich ein neues Kühlgerät anschaffen, achten Sie auf den Stromverbrauch – die Energieklasse A++ darf es dann schon sein.

Ich vermeide unnötige Standby-­Schaltungen

Entspannen und abschalten – ohne ständig auf Bereitschaft zu sein: Nicht nur, wer in Urlaub fährt, sollte darauf achten, dass Fernseher, Stereoanlage, DVD-Player oder der Kaffee-Vollautomat vollständig ausgeschaltet sind. Die Standby-Funktion ist bequem und angenehm. Gleichzeitig ist sie teuer. So kostet allein das Fernsehgerät im Jahr zusätzlich 10 Euro – und Sie haben noch keine einzige Folge Ihrer Lieblingsserie gesehen.

Schließen Sie mehrere Geräte mit Standby-Funktion an eine schaltbare Steckerleiste an. Der Vorteil: Sie müssen nur einen Schalter betätigen, um viele Geräte komplett auszuschalten. Das Einsparpotenzial in einem durchschnittlichen Haushalt beträgt fast 90 Euro im Jahr.

Ich nutze bei Computer und Monitor den Energiesparmodus

Denken Sie mal an den Ruhestand: Und zwar an den Ihres Computers und Ihres Monitors, die beide Strom verbrauchen, oft stundenlang aber einfach „nur so“ laufen und gar nicht benutzt werden. Für beide gibt es Energiespareinstellungen in der Systemsteuerung – ohne einen Strom fressenden Bildschirmschoner. Lesen Sie doch dort mal nach.

Zwei zusätzliche Ruhestunden pro Tag für ihren Computer bringen eine Einsparung von mindestens 33 Kilowattstunden pro Jahr – das sind rund sieben Euro. Zugegeben: Vielleicht nicht viel für den einzelnen. Aber jetzt stellen Sie sich einmal vor, alle Karlsruherinnen und Karlsruher würden ihren Computer öfter mal ausschalten, wenn sie ihn nicht brauchen… unglaublich!