Ich lebe und feiere gerne!

In dieser Rubrik erfahren Sie, wie Sie weiterhin unbeschwert genießen können, ohne dass das Klima leidet.

Ich bevorzuge saisonale Lebensmittel aus der Region

Warum aus der Ferne bringen lassen, wenn das Gute liegt so nah: Genießen Sie saisonale Lebensmittel aus der Region. Zum einen helfen Sie mit, weite und damit klimaschädliche Transporte per Flugzeug und Lkw zu vermeiden. Zum anderen muss das Obst oder Gemüse nicht außerhalb der Saison energieaufwändig in beheizten Treibhäusern produziert werden.

Dort gibt es frisches Gemüse direkt vom Bauern aus der Region. Kaufen Sie dabei möglichst viele Produkte in der Saison, also beispielsweise Rosenkohl vor allem im Winter oder Erdbeeren im Frühsommer und Sommer. Mit einem Saison- oder Erntekalender sind Sie stets auf dem Laufenden, wann welches Gemüse bei uns geerntet wird.

Ich bevorzuge frische Lebensmittel anstelle von Tiefkühlprodukten

FKK – jetzt auch für Gemüse: Verzichten Sie auf Lebensmittel in Konserven und aus der Tiefkühltruhe im Supermarkt. Steuern Sie lieber die Obst- und Gemüseabteilung an. Dort gibt es Gemüse und Obst unverpackt und frisch – mit vollem Vitamingenuss.

Das Tiefkühlen von Produkten ist mit hohem Energieaufwand verbunden. Ebenfalls energieintensiv ist die Herstellung von Verpackungen – und deren Entsorgung. Tiefkühlpommes verursachen so rund 25 Mal mehr CO2 als frische Kartoffeln. Seien Sie also freizügig und kaufen Sie ruhig mehr „FKK-Gemüse“.

Ich esse weniger Fleisch und Wurst oder versuche ganz darauf zu verzichten

Vorsicht bei Fleischeslust: Viehhaltung ist weltweit für rund 18% aller Treibhausgasemissionen verantwortlich. Grund sind die energieaufwändige und flächenintensive Herstellung des Tierfutters, z. B. Soja und Mais, und vor allem das, was Wiederkäuern wie Rindern vorn und hinten „entfährt“: In deren Mägen wird reichlich Methan gebildet – dessen Treibhauspotenzial ist um ein Vielfaches höher als das von Kohlendioxid. Umgerechnet verursacht die Produktion von einem Kilo Rindfleisch so rund 13 Kilogramm CO2. Das ist so klimaschädlich wie eine Autofahrt von 100 Kilometern mit einem Kleinwagen. Ein Kilo Obst kommt dagegen auf nur ein halbes Kilo CO2, Gemüse sogar nur auf 150 Gramm.

Reduzieren Sie den Konsum von Fleisch und Milchprodukten. Das ist zudem gesünder. Ernährungsstudien besagen ohnehin: Wir nehmen zu viel tierisches Fett zu uns.

Ich kaufe mehr Lebensmittel aus ökologischer Produktion

Bio hat Vorfahrt: Wer Lebensmittel aus ökologischer Produktion bevorzugt, leistet auch einen Beitrag zum Klimaschutz. Beim Anbau von Bio-Lebensmitteln wird im Vergleich zur konventionellen Landwirtschaft weniger Energie verbraucht. Das zeigt die CO2-Bilanz am Beispiel der Tomate: Während der konventionelle Anbau in der Region während der Saison 85 Gramm pro Kilo Tomate an CO2-Ausstoß verursacht, sind es beim ökologischen Anbau nur 35 Gramm.

Greifen Sie zu Biowaren. Zu erkennen sind sie leicht am Bio-Siegel. Besonders klimabewusste Verbraucher achten auch hier auf regionale und saisonale Produkte.

Ich benutze auch bei größeren Festen Mehrweggeschirr

Das Auge isst schließlich mit: Feiern Sie Ihr nächstes Fest mit Mehrweggeschirr. Die Herstellung von Einweggeschirr verschlingt wertvolle Ressourcen und viel Energie. Und danach türmen sich Abfallberge, die bei ihrer Entsorgung noch einmal das Klima schädigen.

Essen vom Pappteller ist nicht lecker und sieht auch nicht schön aus. Auch viele Vereine sind inzwischen umgestiegen, sie servieren Essen auf Porzellantellern und Getränke aus Gläsern und zeigen damit den Besuchern wie leicht aktiver Umweltschutz ist. Machen Sie’s bei Ihrem nächsten größeren privaten Fest ebenso. Abgucken und Nachmachen sind erwünscht.