Ich dreh runter!

Wenn Sie clever heizen, sparen Sie viel CO2 und schonen Ihren Geldbeutel. Hier steht, wie Sie den richtigen Dreh rauskriegen können.

Ich senke in meiner Wohnung von Oktober bis März die Temperatur um ein Grad ab

Ein kleiner Dreh für Sie, ein großer Dreh für die Menschheit: Ein Grad weniger senkt den Verbrauch an Heizenergie um 6%. Die optimale Wohnungstemperatur liegt bei smarten 20 Grad, in anderen Räumen braucht es weniger.

Auf der fünfstufigen Skala eines Heizkörpers mit Thermostatventilen liegen ­zwischen jeder Stufe etwa vier Grad. Die mittlere Stufe entspricht 20 Grad. Der Verbrauch in einer 80 Quadratmeter großen Altbauwohnung mit Gasheizung sinkt pro Jahr um 1.500 Kilowattstunden, das entspricht 340 Kilo CO2. Der Einspareffekt: Rund 100 Euro.

Ich lüfte die Räume durch komplett geöffnete und nicht durch gekippte Fenster

Geben Sie sich den Stoß: Wer Fenster zum Lüften in der kühlen Jahreszeit dauerhaft kippt, bläst die Energie im wahrsten Sinne des Wortes zum Fenster hinaus. Dadurch kühlen die Wände aus und es geht unnötig Energie verloren. Neben dem Energieverlust kann dies zu Schimmelbildung führen. Die warme Raumluft kann viel Feuchtigkeit aufnehmen. Fällt ihre Temperatur, etwa an kühlen Wänden vor allem im Bereich der Kippfenster, dann schlägt sich die Feuchtigkeit dort nieder. Der Schimmel freut sich, das muss nicht sein.

Genügend frische Luft erhalten Sie in den Wintermonaten durch mehrfach tägliches, kurzes Stoßlüften bei weit geöffneten Fenstern.

Ich verwende Wasserspar-Duschköpfe

Holen Sie sich einen Neuen ins Haus: 15 bis 20 Liter pro Minute verbraucht der Mensch beim Duschen. Sauber wird man aber auch mit deutlich weniger Wasser – und das ohne auf den „Wellnessfaktor“ zu verzichten. Möglich macht das ein moderner Wasserspar-Duschkopf. Einfach den alten Duschkopf ersetzen – der neue ist für wenig Geld im Fachhandel oder im Baumarkt zu haben.

Ein neuer Wasserspar-Duschkopf verbraucht nur noch sechs Liter pro Minute und lässt nicht nur Sie vor Sauberkeit strahlen, sondern auch Ihr Konto – Ihr Wasserverbrauch wird deutlich sinken.

Ich lasse gekochte Speisen abkühlen, bevor ich sie in den Kühlschrank oder ins Gefrierfach stelle

Auch Ihr Kühlschrank hat Gefühle: Stellen Sie warme oder gar heiße Speisen zu früh in den Kühlschrank, will dieser automatisch herunterkühlen, um der plötzlichen „Hitze“ in seinem „Revier“ entgegenzuwirken. Die Folge: Das Gerät muss eine erhöhte Kühlleistung vollbringen, was einen größeren Energieverbrauch verursacht.

Lassen Sie warmes Essen eine Weile abkühlen, bevor Sie es in den Kühlschrank stellen. Zimmertemperatur ist ideal. Jetzt erst mal „Guten Appetit“!

Ich dämme freiliegende Heizungsleitungen

Entscheidend ist das, was drum rum kommt: Ungedämmte Heizungsleitungen verlieren extrem viel Wärme. Vor allem im Keller bleiben die Rohre oft unverkleidet. Ein Einfamilienhaus mit ungedämmten Rohren verliert jährlich Energie, die etwa 1.000 Waschgängen mit einer energieeffizienten Waschmaschine entspricht. Das ist nicht nur ärgerlich, sondern laut Energieeinsparverordnung sogar eine Ordnungswidrigkeit.

Eine Verkleidung der Leitungen beispielsweise mit einfach anzupassenden Rohrschalen verhindert, dass Wärme ungehindert entweichen kann. Das Material dazu gibt es im Baumarkt und die Kosten dafür sparen Sie durch den niedrigeren Verbrauch schnell wieder ein.

Ich überprüfe meine Heizungspumpe

Was ist eigentlich mit Ihrer Pumpe los? Eine ungeregelte Heizungspumpe alter Bauart frisst noch mehr Strom als ein Elektroherd. Und das auch deshalb, weil sie mit konstant hoher Leistung läuft – unabhängig vom tatsächlichen Bedarf.

Während eine alte Pumpe pro Jahr rund 120 Euro schluckt, liegen die Kosten einer modernen Pumpe bei weniger als 20 Euro – ein Austausch, der lohnt und durch einen Fachmann innerhalb von einer halben Stunde erledigt ist. Ein weiterer Pluspunkt: Die Anschaffung hocheffizienter Pumpen wird zum Teil durch öffentliche Förderprogramme bezuschusst.